Die Hirschbrunft – ein Ereignis, das man nicht verpassen sollte
Jedes Jahr zwischen Mitte September und Mitte Oktober erfüllt ein einzigartiges Schauspiel die Wälder: die Hirschbrunft. Das tiefe, kraftvolle Röhren, mit dem die Hirsche ihr Brunftrevier behaupten und das Kahlwild anlocken, markiert den Beginn der Paarungszeit des Rothirschs. Es ist eines der eindrucksvollsten Naturerlebnisse überhaupt – vorausgesetzt, man weiß, wo, wann und wie.
Wann und wo lässt sich die Brunft in Deutschland beobachten?
Der Höhepunkt liegt meist um die letzte Septemberwoche und die erste Oktoberwoche, mit Abweichungen je nach Region und Witterung. Die Hirsche röhren vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung, manchmal auch mitten in der Nacht. Einige Nationalparks und Rotwildgebiete sind für die Brunftbeobachtung bekannt, doch auch ein gut gelegenes Revier oder Privatgelände – Waldrand, Lichtung oder Suhle – kann dieses Schauspiel bieten.
Warum eine Wildkamera alles verändert
Die Brunft findet vor allem zu Zeiten statt, in denen menschliche Anwesenheit das Wild vertreiben kann, bevor man es überhaupt zu Gesicht bekommt. Eine vorab aufgestellte Kamera ermöglicht es Ihnen:
- Wechsel und Brunftplätze auszumachen, ohne das Wild zu stören
- dank Infrarot-Nachtsicht bei Tag und Nacht Aufnahmen zu machen
- die Aktivitätszeiten zu erkennen, um einen rücksichtsvollen Beobachtungsgang vorzubereiten
- diesen Moment dauerhaft festzuhalten, auch während Ihrer Abwesenheit
Welches Modell für Ihr Gelände?
Für einen Bereich, den Sie regelmäßig aufsuchen können, reicht eine einfache Full-HD-Wildkamera ohne Netz völlig aus: Sie holen die Speicherkarte nach einigen Tagen ab und sehen sich die aufgezeichneten Wechsel an. Für schwer zugängliches oder weiter entferntes Gelände können Sie mit einer 4G-Solar-Wildkamera die Aufnahmen aus der Ferne abrufen, ohne hinfahren und den Bereich stören zu müssen. Für die direkte Beobachtung in der Dämmerung ergänzt ein Nachtsicht-Fernglas die Ausrüstung sinnvoll. Wenn Sie zwischen den Modellreihen schwanken, geht unser Ratgeber zur Wahl einer Wildkamera die zehn entscheidenden Kriterien durch.
Tipps für die Montage
- Richten Sie die Kamera auf einen freien Bereich: Waldrand, Lichtung, Wechsel oder eine viel besuchte Suhle
- Wählen Sie eine Höhe von etwa einem Meter, leicht zum Boden geneigt
- Vermeiden Sie Äste oder hohes Gras im Bild, die Fehlauslösungen verursachen
- Auf fremdem Gelände brauchen Sie die Zustimmung des Eigentümers und des Jagdausübungsberechtigten; beachten Sie außerdem örtliche Regeln zum Betreten des Waldes, etwa Wildruhezonen während der Brunft
Höhen, Abstände und Montagewinkel erklärt unser Ratgeber Wildkamera richtig aufstellen im Detail – besonders hilfreich an einem Brunftplatz, an den man nicht alle zwei Tage zurückkehren kann, um den Bildausschnitt zu korrigieren.
Beobachten, ohne zu stören
Die Hirschbrunft ist eine sensible Zeit für das Wild: Die Tiere konzentrieren sich auf die Fortpflanzung und sind besonders wachsam. Abstand halten, starke Lampen und Lärm vermeiden und die Beobachtung per Kamera dem direkten Anpirschen vorziehen – so können Sie das Schauspiel genießen, ohne diesen natürlichen Zyklus zu stören.
Bereiten Sie Ihre Ausrüstung vor der Saison vor? Entdecken Sie unsere Auswahl an Wildkameras für jede Art von Gelände.